Architekturführer Rom
396 Seiten
Daß Rom zu Recht die »ewige Stadt« genannt wird, haben über die Jahrhunderte hinweg gerade Architekten und Künstler immer wieder erfahren. Ewig ist Rom vor allem deshalb, weil es sich stets verjüngte, stets auf der »Höhe der Zeit« war. Hier entstanden seit mehr als 2000 Jahren die Prägebauten des Abendlands, hier wurde die Geschichte der europäischen Architektur geschrieben.
Der Grundstock wurde bereits in der römischen Antike gelegt, als man erstmals Innenräume bewußt zu gestalten suchte und damit der Raum als etwas eminent Körperhaftes erlebbar wurde. Schon damals begann man auch, die bis heute gültigen Bautypen zu entwickeln, und schuf so die Eckpfeiler der späteren abendländischen Architektur. In ihr blieb die Vorrangstellung Roms stets ungebrochen – sei es mit Alt-St. Peter als der ersten mittelalterlichen Basilika oder Neu-St. Peter als dem Bau, an dem Bramante und Michelangelo die Hochrenaissance entwickelten, sei es mit den Werken von Bernini und Borromini, deren luzide und reiche Raumformen den Barock bis hinauf nach Wien, Böhmen und Mainfranken prägen sollten, oder auch mit Bauten der Moderne, die in Rom manche unverhoffte Perle bereithält.
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