Stadtnatur - Urban Nature

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Stadtnatur - Urban Nature

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Arch+ 263

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Wenn von Stadtnatur die Rede ist, erscheint sie oft als grünes Add-on: als Ausgleich städtischer Defizite, als technische Lösung im Zeichen der Klimaanpassung oder als ästhetische Aufwertung. Ein solches Verständnis verengt den Blick. Es reduziert Natur auf Funktion und verkennt, dass Städte längst ökologische Gefüge sind, in denen Boden, Wasser, Pflanzen, Infrastrukturen und politische Entscheidungen untrennbar ineinandergreifen. Stadtnatur ist kein nachträgliches Korrektiv der Stadt, sondern Ausdruck ihrer materiellen, sozialen und historischen Bedingungen.
Die neue ARCH+ Ausgabe Stadtnatur | Urban Nature verschiebt daher die Perspektive: weg von der Vorstellung urbaner Natur als dekorativer oder kompensatorischer Maßnahme, hin zu ihrem Verständnis als politischem und demokratischem Projekt. Im Zentrum stehen Fragen nach Boden, ökologischer Gerechtigkeit und der Rolle der Gestaltungsdisziplinen – insbesondere der Landschaftsarchitektur – im Anthropozän. Stadtnatur erscheint hier als kollektive Ressource und Konfliktfeld, auf dem die sozialökologische Zukunft der Stadt verhandelt wird.
Die Arbeit an der Ausgabe wurde ermöglicht durch die Unterstützung der Berliner Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt. Sie erscheint anlässlich des 38. Deutschen Naturschutztages (DNT) in Berlin.
Wenn von Stadtnatur die Rede ist, erscheint sie oft als grünes Add-on: als Ausgleich städtischer Defizite, als technische Lösung im Zeichen der Klimaanpassung oder als ästhetische Aufwertung. Ein solches Verständnis verengt den Blick. Es reduziert Natur auf Funktion und verkennt, dass Städte längst ökologische Gefüge sind, in denen Boden, Wasser, Pflanzen, Infrastrukturen und politische Entscheidungen untrennbar ineinandergreifen. Stadtnatur ist kein nachträgliches Korrektiv der Stadt, sondern Ausdruck ihrer materiellen, sozialen und historischen Bedingungen.
Die neue ARCH+ Ausgabe Stadtnatur | Urban Nature verschiebt daher die Perspektive: weg von der Vorstellung urbaner Natur als dekorativer oder kompensatorischer Maßnahme, hin zu ihrem Verständnis als politischem und demokratischem Projekt. Im Zentrum stehen Fragen nach Boden, ökologischer Gerechtigkeit und der Rolle der Gestaltungsdisziplinen – insbesondere der Landschaftsarchitektur – im Anthropozän. Stadtnatur erscheint hier als kollektive Ressource und Konfliktfeld, auf dem die sozialökologische Zukunft der Stadt verhandelt wird.

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