Urbane Praxis

Urbane Praxis

CHF 37.00
Sale price  CHF 37.00 Regular price 
Skip to product information
Urbane Praxis

Urbane Praxis

Arch+ 258

CHF 37.00
Sale price  CHF 37.00 Regular price 

Moritz Ahlert
ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Habitat Unit am Institut für Architektur der TU Berlin. Er studierte Architektur und promovierte an der HFBK Hamburg. Er war wissenschaftlicher Mitarbeiter im DFG-Forschungsprojekt Urbane Interventionen. Als Post-Doc im Projekt Transforming Solidarities (Berlin University Alliance) hat er die Ausstellung Spaces of Solidarity am Deutschen Architektur Zentrum DAZ in Berlin kuratiert und zusammen mit Constructlab den Kiosk of Solidarity initiiert.

Jeanne Astrup-Chauvaux
ist Architektin und arbeitet an der Schnittstelle von Urbaner Praxis, Performance und Film. Ihr Interesse gilt performativen Aktionen als Mittel zur Stärkung des Rechts auf Stadt und kollektiver Handlungsfähigkeit. Seit 2018 ist sie als Gestalterin, Produzentin, Künstlerin und Forscherin an der Raum- und Programmgestaltung der Floating University in Berlin beteiligt. Sie ist Mitbegründerin der Kollektive spätispäti, Urban Fragment Observatory (ufoufo) und Collectif Trouble.

Jochen Becker
arbeitet als Autor, Kurator und Dozent und ist Mitbegründer von metroZones – Zentrum für städtische Angelegenheiten und der station urbaner kulturen/nGbK Hellersdorf. Zuletzt entstand mit metroZones die Ausstellung Mapping Along (Kunstraum Kreuzberg/Bethanien, Berlin, 2021) und Helle Fabrik, Dunkelkammer Produktion (Scharaun Berlin, Kunstraum München, 2023). Das Forschungs- und Ausstellungsprojekt Robotron & Co wird in der gfzk Leipzig (2025/26) sowie im HMKV Dortmund (2026) gezeigt. Becker ist in der Initiative Urbane Praxis aktiv und kuratierte die Kongresse SITUATION BERLIN #1 und #2 sowie das Glossar Urbane Praxis.

Frauke Burgdorff
ist Raumplanerin und seit 2019 Beigeordnete für Stadtentwicklung, Bau und Mobilit.t in Aachen. Zudem ist sie Vizepräsidentin der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung (DASL). Sie hat als Zukunftsforscherin, als selbstständige Beraterin und als Projektentwicklerin gearbeitet und u. a. die Stadtbaukultur NRW (heute Baukultur NRW) und die Montag Stiftung Urbane Räume aufgebaut.

Center for Urban Pedagogy (CUP)
ist eine gemeinnützige Organisation mit Sitz in New York. Seit ihrer Gründung 1997 setzt sie Mittel der Kunst und Gestaltung ein, um Menschen dazu befähigen, an (stadt-)politischen Prozessen teilzuhaben. Dafür arbeitet CUP mit Designer*innen, Pädagog*innen, Anwält*innen und Aktivist*innen zusammen, um Werkzeuge zu entwickeln, die komplexe politische und planerische Themen verständlich machen.

E. Onur Ceritoğlu
ist Architekt, Künstler und Stadtforscher. Er hat an internationalen Residencys und Ausstellungen teilgenommen und im Fachgebiet Stadtplanung an der BTU Cottbus-Senftenberg promoviert. Seine akademische Forschung in der Türkei widmet sich informeller Arbeit, der Soziomaterialit.t von Bauabfällen und Praktiken des Reuse in der Architektur.

Jesko Fezer
arbeitet als Gestalter zur gesellschaftlichen
Relevanz entwerferischer Praxis. In Kooperation mit ifau realisiert er Architekturprojekte, ist Mitbegründer der Buchhandlung Pro qm in Berlin sowie Teil der Kooperative für Darstellungspolitik. Er gibt die Bauwelt Fundamente und die Studienhefte für problemorientiertes Design mit heraus. Jesko Fezer ist Professor für Experimentelles Design an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg und betreibt mit Studierenden seit 2011 die öffentliche Gestaltungsberatung St. Pauli. Zuletzt erschien sein Buch Umstrittene Methoden (2022).

Giorgio de Finis
ist Anthropologe, Künstler und unabhängiger Kurator. Er ist Gründer des MAAM und leitete das Museo d’Arte Contemporanea in Rom mit dem Pilotprojekt MACRO Asilo. Derzeit leitet er dort auch das Museo delle Periferie sowie das Museo d’Arte Moderna Vittoria Colonna in Pescara.

Jan Fries
(* 1988) ist Urbanist und Spezialist für Geoinformationssysteme. Er studierte Europastudien, Architektur und Urbanistik in Chemnitz, Aachen, Moskau und Delft. Während des Studiums arbeitete er u. a. am Ludwig Forum Aachen, an der RWTH Aachen sowie in Planungsbüros in der Russischen Föderation und den Niederlanden. Aktuell ist er in München im Bereich der Landes- und Regionalplanung tätig. Außerdem setzt er sich als Mitgründer der Initiative JustizzentrumErhalten/AbbrechenAbbrechen für eine suffizienzorientierte Planungs- und Baukultur ein.

Fundación Oasis Urbano
ist ein Kollektiv und eine gemeinnützige Stiftung, die 2021 aus dem Urban Lab Medellín Berlin hervorging und ihren Sitz in der informellen Nachbarschaft Moravia in Medellín hat. Was als Kollektiv aus lokalen Community Leadern und Planer*innen aus Berlin begann, umfasst heute Menschen mit verschiedenen Hintergründen – von Kunst, Aktivismus und Handwerk über Pädagogik und Ökologie bis hin zu audiovisueller Produktion und Kochen. Der Großteil stammt aus Moravia bzw. Medellín.
Maximilian Becker
ist Mitbegründer der Fundación Oasis Urbano. Während seines Architekturstudiums in Berlin und Santiago de Chile lernte er 2013 die selbstgebaute Nachbarschaft Moravia in Medellín kennen, 2017 gründete er das Urban Lab Medellín Berlin mit. Er ist außerdem Gründungsmitglied des Berliner Architekturbüros Supertype Group.

Cielo María Holguín Ramírez
ist Mitbegründerin und derzeitige Direktorin der Fundación Oasis Urbano. Geboren und aufgewachsen in Moravia, hat sie sich seit ihrer Jugend für die positive Entwicklung ihres Viertels engagiert. Nach ihrem Abschluss als Familientherapeutin absolvierte sie ein Masterstudium in Stadt- und Umweltstudien an der Universidad EAFIT, das sie mit Auszeichnung abschloss. Sie ist Fellow von Echoing Green und dem Aspen Institute Colombia.
Albert Kreisel
ist Mitbegründer der Fundación Oasis Urbano. Während seines Architekturstudiums in Berlin forschte und arbeitete er in selbstgebauten Stadtquartieren in Kolumbien und Mexiko. 2013 lebte er erstmals in Moravia. Diese prägende Erfahrung beschrieb er in seiner Abschlussarbeit Oasis Tropical und initiierte die Zusammenarbeit zwischen Medellín und Berlin, die heute als Fundación Oasis Urbano fortbesteht.

Maria Garcia Perez
(aka Maria Dilemas) ist Architektin, Illustratorin und Doktorandin im Fach bildende Kunst. Seit über 15 Jahren widmet sie sich der Transformation städtischer Räume durch künstlerische Praktiken, die die Stadtbewohner*innen mit einbeziehen. Dazu nutzen ihre Projekte interaktive und spielerische Ansätze. Ihre Arbeiten wurden u. a. auf der Biennale von Venedig ausgestellt, zudem hat sie mit zahlreichen internationalen Magazinen und Institutionen zusammengearbeitet.

Mirko Gatti
(* 1987) ist freischaffender Architekt und seit 2014 als Redakteur, Projektleiter und Kurator für ARCH+ tätig, u. a. im Rahmen der Projekte An Atlas of Commoning, 1989–2019: Politik des Raums im Neuen Berlin und Open for Maintenance – Wegen Umbau geöffnet. Er studierte Architektur in Mailand, erwarb seinen Master an der Goldsmiths, University of London, und erhielt ein Forschungsstipendium der ETH Zürich. Sein Interesse an der Architektur umfasst Bereiche der kritischen Theoriebildung und des politischen Aktivismus, dabei bleibt sein Ansatz jedoch stets praktisch.

Peter Grundmann
ist Architekt, Stadtplaner und Filmemacher. Er studierte Schiffbau in Rostock und Architektur an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee, wo er 2002–2005 Architektur und Städtebau lehrte. Mit seinem Büro Peter Grundmann Architekten erprobt er alternative Entwurfs-, Konstruktions- und Realisierungsmethoden, um qualitativ hochwertige Architektur zu niedrigen Kosten zu bauen.

Guerilla Architects
ist ein Künstler*innenkollektiv mit Sitz in Berlin. Im Fokus seiner sozialkritischen Kunstprojekte stehen Fragestellungen politischer, juristischer und räumlicher Grauzonen. Entgegen der Überzeugung, dass man groß bauen muss, um großen Wert zu schaffen, greift das Kollektiv auf ungenutzte Potenziale zurück. Bei der Arbeit mit vorhandenen Strukturen sind häufig nur minimalinvasive Eingriffe erforderlich, um zuvor unsichtbaren Räumen eine neue Bedeutung zu verleihen.

Gabu Heindl
ist Professorin und Leiterin des Fachgebiets für Bauwirtschaft und Projektentwicklung | ARCHITEKTUR STADT ÖKONOMIE an der Universit.t Kassel. Zuvor war sie Professorin für Städtebau an der TH Nürnberg, an der AA London und Gastprofessorin an der Sheffield University mit Forschungsschwerpunkt Urban Commons. Ihr Wiener Büro GABU Heindl Architektur konzentriert sich auf öffentlichen Raum, öffentliche Bauten, bezahlbares Wohnen sowie auf Kollaborationen in den Bereichen Geschichtspolitik, Ausstellungsarchitektur und eigenständige kritisch-künstlerische Praxis. Zuletzt erschien ihr gemeinsam mit Drehli Robnik verfasstes Buch Nonsolution – Zur Politik der aktiven Nichtlösung im Planen und Bauen (2024).

Justus Henze
hat in Hamburg und Berlin Sozialökonomie und Urbanistik studiert. Er arbeitet bei communia zu Vergesellschaftung im Energiesektor und Gemeinwirtschaft und ist in der Berliner Mietenbewegung aktiv, insbesondere bei Deutsche Wohnen & Co enteignen. Darüber hinaus arbeitet er zu politischer Ökonomie und hat das Netzwerk Demokratische Wirtschaftsplanung mit aufgebaut.

Christian Hiller
(* 1975) ist Medienwissenschaftler, Redakteur und Kurator. Er leitete Ausstellungs-, Veranstaltungs-, Publikations- und Forschungsprojekte, u. a. für die Stiftung Bauhaus Dessau und das Haus der Kulturen der Welt. Mit ARCH+ kuratierte er u. a. projekt bauhaus (2015–2019), An Atlas of Commoning (2018) und Cohabitation (2021). Er war Co-Kurator von The Great Repair und des Deutschen Pavillons der Architekturbiennale 2023 in Venedig.

Christian Holl
ist freier Autor, Publizist, Kurator und Mitglied des Ausstellungsausschusses an der Stuttgarter Architekturgalerie am Weißenhof sowie Geschäftsführer des BDA Hessen. Gemeinsam mit Ursula Baus und Claudia Siegele gründete er 2004 frei04 publizistik und gibt das Magazin Marlowes heraus. Er forscht, schreibt, tr.gt vor, moderiert und ist überzeugt, dass sich die Qualit.t von Architektur erst entfalten kann, wenn man sich im Diskurs darüber verständigt, was sie leisten kann.

JustizzentrumErhalten/ AbbrechenAbbrechen
formierte sich als Initiative anlässlich des drohenden Abrisses des Strafjustizzentrums in der Nymphenburger Straße in München. Das vielfältige Netzwerk aus Stadtmacher*innen setzt sich mit Positionspapieren, Öffentlichkeitsarbeit, performativen Interventionen und einem selbst initiierten Open Call zur Zukunft des Justizzentrums für dessen Erhalt und Umnutzung ein. Gemeinsam mit ARCH+ und PointOfNoReturn hat die Initiative das Projekt VerhandelBar – unter Einschluss der Öffentlichkeit initiiert.

Sascha Kellermann
(* 1987) studierte Architektur an der TU Dresden und arbeitete danach in verschiedenen Architekturbüros in Zürich und Berlin. 2015 war er Gründungsmitglied des Vereins THFwelcome e. V. in Berlin. Zusammen mit Omar Barkal und Donata Hasselmann drehte er 2018 die Dokumentation Am Rande Europas über die Auswirkungen des EU-Türkei-Migrationsabkommens. Er ist Redakteur des Online-Magazins kritisch-lesen.de und seit 2019 Redakteur bei ARCH+.

Folke Köbberling
(* 1969) ist Künstlerin und Professorin an der TU Braunschweig, wo sie das Institut für Architekturbezogene Kunst leitet. In ihren Arbeiten formuliert sie Formen des Widerstands gegen die Auswüchse der neoliberalen Wirtschaftsordnung wie Konsumzwang, die Zerstörung der Städte, Landschaften, öffentlichen Räume, Ressourcen und Menschen. Dafür nutzt sie gefundene Materialien, die sie ortsbezogen transformiert und installiert.

Adam Kraft
ist Praktiker und Forscher. Die Werkzeuge und Zufluchtsorte, die er schafft, sind inspiriert vom widerspenstigen, grenzüberschreitenden Wandel der Stadt und selbst Teil davon: wo sich Möglichkeiten kreuzen und verflechten, wo Fassaden bröckeln und radikale kollektive Imaginationen Wurzeln schlagen und aufbrechen.

Daniel Kuhnert
(* 1993) studierte Soziologie. Er ist Redakteur von ARCH+ und Co-Kurator von VerhandelBar – unter Einschluss der Öffentlichkeit. Seine Texte als freier Autor wurden u. a. in Class and Status, einem Journal zu sozialer Ungleichheit, und frame[less], einem Magazin für Kunst in Theorie und Praxis, veröffentlicht.

KUNSTrePUBLIK
ist ein 2006 gegründetes Kunstkollektiv und operierte bis 2010 als organisatorischer Rahmen des Skulpturenparks Berlin_Zentrum. In wechselnden Rollen erforscht es das Verhältnis von Kunst und Öffentlichkeit und schafft Formate an der Schnittstelle von Stadtforschung und künstlerischen Praktiken. 2012 gründete die Berliner Gruppe das Zentrum für Kunst und Urbanistik (ZK/U) als Labor interdisziplinärer und städtischer Fragestellungen.

Łukasz Lendziński
ist Mitbegründer des Kunstkollektivs umschichten, das seit 2008 aktiv ist. Die Werke des Kollektivs entstehen stets in engem Bezug zu aktuellen Diskursen in Architektur und Stadtpolitik, wie die der Materialzirkulation oder Teilhabe. Durch ihre vision.re Kraft und ästhetische Wirkung lassen die architektonischen Installationen alternative Realitäten Wirklichkeit werden und geben so Impulse für Transformationen in eine bessere Zukunft.

Leona Lynen
unterstützt als Expertin für Ko-Produktion Orte in ihrem Entstehungsprozess: Sie ist Vorständin von zwei Genossenschaften – der ZUsammenKUNFT Berlin eG, dem zivilgesellschaftlichen Partner in der Entwicklung des Modellprojekts Haus der Statistik in Berlin, sowie der PFHAU eG, mit der sie einen Ort für gemeinschaftliche Wohn- und Arbeitsformen in der Uckermark aufbaut. Seit Herbst 2024 unterrichtet sie im neuen Masterprogramm Kollaborative Raumentwicklung an der Hochschule Luzern.

Alex Nehmer
(* 1989) ist Redakteurin von ARCH+. Von 2015 bis 2016 arbeitete sie für das Haus der Kulturen der Welt in Berlin an der Publikationsreihe zur Ausstellung Wohnungsfrage, 2019/20 lehrte sie im Studiengang Kultur der Metropole an der HafenCity Universit.t Hamburg. Mit ARCH+ war sie Co-Kuratorin von Cohabitation (2021) und The Great Repair (2023/24).

Anh-Linh Ngo
(*1974) ist Architekturtheoretiker, Kurator und Mitherausgeber von ARCH+. Er kuratiert mit ARCH+ regelmäßig Ausstellungs- und Forschungsprojekte wie projekt bauhaus (2015–2019), Cohabitation (2021) und The Great Repair (2023/24). Von 2010 bis 2016 war er Mitglied des Kunstbeirats des Instituts für Auslandsbeziehungen (ifa), für das er die Tourneeausstellungen An Atlas of Commoning (2018) und Post-Oil City (2009) entwickelte und co-kuratierte. Er ist aktuell Mitglied des Kuratoriums der IBA 2027 StadtRegion Stuttgart und der Akademie Schloss Solitude sowie Beiratsmitglied des Goethe-Instituts. Er war Co-Kurator des Deutschen Pavillons auf der 18. Architekturbiennale in Venedig 2023. Seit 2021 ist er Mitglied, seit Mai 2024 Vizepräsident der Akademie der Künste, Berlin.

PlanBude
wurde 2014 gegründet, um die Beteiligung des Stadtteils an der Neuplanung der ESSO-Häuser in Hamburg-St. Pauli unter dem Titel der „Wunschproduktion“ zu organisieren. Das transdisziplin.re Team aus den Feldern Planung, Kunst, Architektur, Soziale Arbeit, Musik und Kulturwissenschaft entwickelt neue, durch Kunst geprägte Ansätze, wie Stadt mit dem Wissen der Vielen geplant und gebaut werden kann.
Margit Czenki
ist Co-Gründerin der PlanBude. Als Künstlerin interessiert sie, wie sich emanzipatorische Politik in Alltagspraxen und Projekten umsetzen lässt. 1963 arbeitete sie in der Psychiatrie und Nervenklinik der Universität Freiburg, 1969 gründete sie einen anti-autoritären Kinderladen in München. Sie ist Autorin und Regisseurin mehrerer Filme, darunter Komplizinnen (1987). Mit Park Fiction nahm sie 2002 an der Documenta11 in Kassel teil. 2020 bis 2024 arbeitete sie an der Wunschproduktion für Park Fiction 2.
Christoph Schäfer
ist Künstler und Professor für Malerei und partizipative Strategien an der hks Ottersberg und Co-Gründer der PlanBude. Er interessiert sich für Städte und Imaginationen, die dem Alltag entspringen. Seit 1994 konzipiert er die Wunschproduktion für Park Fiction in Hamburg. 2010 erschien Die Stadt ist unsere Fabrik. Mit der Zeichnungsserie Bostanorama nahm er 2013 an der 13. Istanbul Biennale teil. Seit 2022 arbeitet er gemeinsam mit Margit Czenki an parklabyr, einem partizipativen Planungs-und Kunstprojekt am Museum Morsbroich.
Lisa Marie Zander
(* 1992) ist Co-Gründerin der PlanBude. Ihre Arbeiten beschäftigen sich mit der Demokratisierung von Gestaltungsprozessen und der kritischen Aneignung von Raum. Die Konstruktion von Situationen rückt dabei das Alltägliche und die Nutzung städtischer Räume in den Vordergrund. 2020 gründete sie projektbüro, ein Studio für Architektur und Urban Design in Hamburg, zu dessen Projekten Kinderstadt Hamburg, Ein Zimmer für dich und St. Pauli Hafenkante zählen.

PointOfNoReturn (P.O.N.R.)
wurde 2020 in München gegründet. In verschiedenen Projektformaten, von temporären Strukturen über Workshops und Performances bis hin zu Diskussionsrunden, vermittelt das interdisziplinäre Kollektiv alternative Visionen für eine lebendigere Stadt, die Bewohner* innen aktiv mitgestalten. Zu ihren Projekten zählen die Urban Chair Machine auf der Theresienwiese 2020 und 2021, der Mietmarktstand auf dem Viktualienmarkt 2022 und die VerhandelBar in Kooperation mit JustizzentrumErhalten/ AbbrechenAbbrechen und ARCH+. 2022 erhielt P.O.N.R. den Förderpreis der Landeshauptstadt München in der Kategorie Architektur.

POLIGONAL
untersucht mit künstlerischen und kuratorischen Arbeiten die Schnittstellen zwischen urbaner Praxis, Stadtvermittlung und Architektur. Mit dem Anliegen, nicht-normative Blickwinkel zu eröffnen, entwickelt das Kollektiv in disziplinübergreifenden Kooperationen Formate zur Vermittlung und Diskussion urbanistischer und stadtsoziologischer Themen. Dazu zählen performative Stadterkundungen, Stadtvermittlungskonzepte sowie kuratorische Projekte zu urbaner Transformation, Marginalisierung und Queerness.
Christian Haid
ist Stadtsoziologe und Kurator für Urbane Praxis. Er ist Mitbegründer von POLIGONAL, Senior Researcher an der TU Berlin und Vorstandsmitglied bei Urbane Praxis e. V. Nach seinem Studium in Urban Studies (UCL London) und Architektur (Akademie der bildenden Künste Wien) promovierte er in Stadtsoziologie an der HU Berlin. Er entwickelt Formate an den Schnittstellen von Urbaner Praxis, Kunst und Architektur. Seine Schwerpunkte sind queerer Urbanismus, urbane Informalit.t und postkoloniale Kritik.
Lukas Staudinger
ist Stadtvermittler und Kurator für Urbane Praxis. Er ist Mitbegründer von POLIGONAL und Professor für Architektur und Urban Design an der Berlin International University of Applied Sciences. Er studierte Architektur (Akademie der bildenden Künste Wien, UdK Berlin) sowie Stadtsoziologie (Goldsmiths, University of London). Seine Schwerpunkte sind Stadtplanung, Kunst im öffentlichen Raum und queeres urbanes Leben. Zu seinen aktuellen Projekten zählen Constellations (2023/24) und ZusammenZimmern (2023).

raumlabor
ist ein interdisziplinäres Kollektiv von rund 15 Architekt*innen, das seit 1999 ein erweitertes Verständnis von Architektur als räumliche Praxis zwischen Kunst, Stadtentwicklung und Partizipation verfolgt und damit die Idee einer Urbanen Praxis mit etabliert hat. Im Zentrum steht eine situations- und handlungsorientierte Gestaltung mit dem Ziel, bestehende Strukturen durch neue Ansätze zu transformieren. raumlabor schafft Projekte, die eine aktive Beteiligung aller Beteiligten ermöglichen und in denen die Kollektivmitglieder vielfältige Rollen übernehmen. raumlabor engagiert sich insbesondere für Projekte im öffentlichen Raum und verbindet institutionelle und zivilgesellschaftliche Akteure durch räumliche und gemeinschaftliche Initiativen.
raumlabor besteht derzeit aus Francesco Apuzzo, Markus Bader, Benjamin Foerster-Baldenius, Frauke Gerstenberg, Andrea Hofmann, Jan Liesegang, Christof Mayer, Florian Stirnemann und Axel Timm, mit Anna Foerster-Baldenius, Olof Duus, Maria Garcia Perez, Lukas Hamilcaro, Miriam Kassens, Claire Mothais, Luka Murovec, Louise Nguyen, Anna Pape und Albert Tschechne.

Lorenzo Romito
ist Gründungsmitglied des Stadtforschungslabors Stalker, das durch partizipatorische Aktionsforschung den urbanen, sozialen und ökologischen Wandel von Vorstädten und Grenzgebieten erforscht. Romito ist zudem Mitbegründer anderer Forschungsplattformen wie Osservatorio Nomade (2001–2009), PrimaveraRomana (2009–2013), Biennale Urbana (seit 2014) und NoWorking (seit 2016). Er ist Professor für Space and Design Strategies an der Kunstuniversität Linz und unterrichtet an der Nuova Accademia di Belle Arti in Rom sowie der Universität Roma Tre. Zusammen mit Michael Obrist und Sabine Pollak kuratiert Romito den österreichischen Pavillon bei der 19. Architekturbiennale in Venedig 2025.

S27 – Kunst und Bildung
ist ein Jugendkulturhaus in Berlin, das sich in experimentellen Projekten mit dem Zusammenleben in der wachsenden internationalen Stadt beschäftigt. Im Zentrum steht die Frage, wie wir solidarisch leben und lernen und mit künstlerischen Mitteln gesellschaftliche Reflexion anregen können. Dazu arbeitet S27 mit Partner*innen aus Kunst und Kultur, Wissenschaft, Straßensozialarbeit, kultureller und politischer Bildung, aus Geflüchteten- und migrantischen Communities und Rom*nja-Selbstvertretungen zusammen.
Anna Piccoli
arbeitet als Assistenz der Geschäftsführung in der S27 – Kunst und Bildung. Von 2021 bis 2022 war sie Teil des Teams des Projektbüros Urbane Praxis. Sie studierte Kommunikations- und Medienwissenschaften in der Schweiz und an der Universit.t von Amsterdam. Beruflich und ehrenamtlich versucht sie, das Bewusstsein für Fragen der Barrierefreiheit zu stärken.
Carla Schwarz
treibt als Koordinatorin der S27 – Kunst und Bildung die Entwicklung neuer Standorte für deren vielfältige künstlerische und soziale Projekte voran. Sie studierte Architektur und Stadtplanung an der Universität Stuttgart. In ihrer Arbeit als Stadtplanerin und Koordinatorin verknüpft sie gesellschaftliche Fragestellungen mit räumlichen Strategien und sozialen Prozessen.

Sorge ins ParkCenter
hat sich aus der Kritik an der Care-Krise und der Immobilienspekulation gegründet und fordert eine wohnortnahe Sorgeinfrastruktur. Am konkreten Fall eines seit Jahren zu rund 60 Prozent leer stehenden Einkaufszentrums in Berlin entwirft die Initiative die Realutopie von nachbarschaftlichen Zentren in demokratischer Selbstverwaltung, in denen die alltägliche Sorgearbeit unkommerziell, gemeinschaftlich und auf kurzen Wegen ebenso ihren Platz finden kann wie institutionalisierte Betreuungs- und Pflegearbeit.

Soulardarity
wurde 2012 in Highland Park, Detroit, gegründet, nachdem der örtliche Energieversorger über 1.000 Straßenlaternen der Gemeinde abgeschaltet und entfernt hatte. Ziel der Anwohner*inneninitiative ist es, die abmontierten Straßenlaternen durch eine eigene, solarbetriebene Straßenbeleuchtung in Gemeinschaftseigentum zu ersetzen und auch darüber hinaus ein nachhaltiges und demokratisch verwaltetes Energiesystem in Highland Park aufzubauen.

Renée Tribble
leitet das Fachgebiet Städtebau, Bauleitplanung und Stadtgestaltungsprozesse an der Fakultät Raumplanung der TU Dortmund. Sie ist selbstständige Planerin sowie Gründerin und Gesellschafterin der PlanBude Hamburg und des projektbüro in Hamburg. Ihr Fokus liegt auf partizipativer und kooperativer Stadtentwicklung, Prozessgestaltung, Urbaner Praxis sowie nachhaltigem Städtebau. Sie studierte Architektur an der Bauhaus-Universität Weimar und promovierte 2021 an der HCU Hamburg.

Urbane Praxis e. V.
wurde 2022 in Berlin gegründet. Der Verein vernetzt zivilgesellschaftliche Akteur*innen der Urbanen Praxis in Berlin und darüber hinaus, speichert und vermittelt Wissen über urbane Transformationen und kulturelle Stadtentwicklung.
Kristin Lazarova
studierte Architektur und Stadtplanung in Stuttgart und Urbanism and Societal Change in Kopenhagen. Sie gestaltet kollektiv urbane Räume und lehrt darüber. Seit 2015 arbeitet sie für und mit Planungsbüros und Kollektiven in Stuttgart, Zürich und Berlin und ist Teil des Urbanen Liga e. V. Von 2022 bis 2023 koordinierte Lazarova das Learnscapes Programm der Floating University, derzeit leitet sie die Netzwerkstelle Urbane Praxis.
Nina Peters
studierte Architektur und Stadtplanung in Stuttgart, Madrid und Berlin. Von 2015 bis 2022 arbeitete sie mit Adengo Architecture an multidisziplinären Forschungsprojekten in Kampala, Uganda. Ab 2018 war sie als Teil der ZUsammenKUNFT Berlin eG für die kooperative Quartiersentwicklung am Haus der Statistik mitverantwortlich und baute von 2022 bis 2023 die Netzwerkstelle Urbane Praxis mit auf. Seit 2023 ist sie bei Bauhaus Erde tätig und erforscht regionale und regenerative Transformationsprozesse.
Rebecca Wall
studierte Architektur und Urban Design in Weimar und Hamburg. Sie arbeitet in unterschiedlichen Konstellationen an der Schnittstelle von aktivistischer, künstlerischer und planerischer Stadtproduktion. 2021 baute sie im Projektbüro Urbane Praxis den Urbane Praxis e. V. mit auf, in dessen Vorstand sie seit 2022 ist. Als wissenschaftliche Mitarbeiterin forscht sie seit 2022 am Lehrstuhl für Stadtanthropologie der Humboldt-Universität zu Berlin zu Modellprojekten kooperativer, gemeinwohlorientierter Stadtentwicklung.

Feda Wardak
ist Künstler, Architekt und unabhängiger Forscher. 2015 schloss er sein Studium an der ENSA Paris-Belleville ab, wo er derzeit auch lehrt. Er ist Mitbegründer der Plattform Aman Iwan. In seinen kollaborativen Arbeiten im öffentlichen Raum setzt er sich mit den Folgen staatlicher Gewalt auseinander. Seine künstlerischen Werke, die von Filmen über choreografische Performances bis hin zu monumentalen Landschaftsarbeiten reichen, wurden auf verschiedenen Biennalen wie Venedig, Dhaka, Lagos, Chicago und Lyon sowie in Ausstellungen u. a. in Paris, Genf, Dünkirchen und Afghanistan gezeigt.

Kathrin Wildner
ist Stadtforscherin. Sie erkundet mittels ethnografischer und künstlerischer Methoden – Gehen, Hören, Kartierungen – die „Produktion von Stadt“. Sie lehrt an internationalen Hochschulen und ist als Mitglied von metroZones – Zentrum für städtische Angelegenheiten an einer Vielzahl von interdisziplinären Projekten, Publikationen, Ausstellungen, Workshops und weiteren performativen Vermittlungsformaten beteiligt. Seit 2023 ist sie Projektentwicklerin im adocs Verlag Hamburg.

Das könnte Ihnen auch gefallen